Schweiz: Fake-Swissquote-Mails im Umlauf – Betrüger greifen Kontodaten ab
Cyberkriminelle versenden E-Mails, die vorgeben, von Swissquote zu stammen.
Ziel dieser Nachrichten ist es, Swissquote-Nutzende auf eine gefälschte Website zu führen, um dort Login-Daten sowie Angaben zur Mehrfaktorauthentifizierung abzugreifen.
Die Betrugsmasche
In der betrügerischen E-Mail wird behauptet, das W-8BEN-Steuerformular des Swissquote-Kontos sei abgelaufen und müsse erneuert werden. Als Begründung wird angeführt, dass eine Aktualisierung notwendig sei, damit die steuerliche Dokumentation weiterhin gültig bleibe.
Gleichzeitig versuchen die Täter, Handlungsdruck aufzubauen. Dazu wird auf mögliche steuerliche Nachteile oder andere Konsequenzen hingewiesen, falls die angebliche Aktualisierung nicht vorgenommen werde. Auf diese Weise sollen die Empfangenden zu einer schnellen Reaktion bewegt werden.
Die Nachricht ist optisch an Mitteilungen von Swissquote angelehnt und verwendet unter anderem das Logo des Unternehmens sowie ein professionell wirkendes Layout. Dazu enthält die Nachricht einen auffälligen Link mit der Bezeichnung „Update Your W-8BEN“, über den die Empfängerinnen und Empfänger die angebliche Aktualisierung vornehmen sollen.
Der Link führt auf eine manipulierte Website, die ebenfalls dem Erscheinungsbild der offiziellen Swissquote-Anmeldeseite nachempfunden ist. Dort werden die Betroffenen aufgefordert, ihre Login-Daten einzugeben.
Im E-Mail befindet sich ein auffälliger Link mit der Bezeichnung „Update Your W-8BEN“, über den die Empfängerinnen und Empfänger die angebliche Aktualisierung vornehmen sollen.
Nach der Eingabe der Zugangsdaten versuchen die Täter zusätzlich, Bestätigungscodes der Mehrfaktorauthentifizierung zu erhalten. Mit diesen Angaben können die Cyberkriminellen bestehende Sicherheitsmechanismen umgehen und sich Zugriff auf das betroffene Swissquote-Konto verschaffen.
Was muss ich tun
- Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
- Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- resp. Spam-Ordner.
- Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS, etc. oder von anderen Websites, da diese optisch verändert sein können.
- Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
- Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität des E-Mails zu klären.
Ich habe meine Daten preisgegeben
- Ändern Sie umgehend das Passwort Ihres Swissquote-Accounts sowie aller weiteren Konten, für die Sie dieselben Zugangsdaten verwenden.
- Überprüfen Sie Ihre Konten auf verdächtige Aktivitäten.
- Kontaktieren Sie umgehend den Kundendienst von Swissquote, falls ein Missbrauch nicht ausgeschlossen werden kann.
- Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch