Crans-Montana VS: Tragödie in Touristenbar – Dutzende Tote bei Brand in der Neujahrsnacht
Was in der Nacht auf Neujahr als „schwerwiegender Vorfall“ gemeldet wurde, hat sich bestätigt: Beim Brand in einer Bar in Crans-Montana VS sind mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen, rund 100 weitere wurden verletzt.
Die Polizei geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Hinweise auf ein gezieltes Verbrechen gibt es nicht.
Kurz nach 01:30 Uhr am 1. Januar 2026 ging bei der Kantonspolizei Wallis die Meldung über ein Feuer in der Bar „Le Constellation“ ein – mitten im Zentrum des Ferienorts Crans-Montana. Erste Informationen sprachen von einem „schwerwiegenden Ereignis“, das eine sofortige Grossmobilmachung von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften auslöste.
Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt, ein Überflugverbot erlassen.
Inzwischen steht fest: Das Feuer brach während laufender Silvesterfeierlichkeiten aus. Über 100 Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Bar. Zahlreiche Menschen starben, etwa 100 weitere wurden verletzt, viele davon schwer. Die genaue Opferzahl ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
In Medienberichten ist von einem möglichen pyrotechnischen Vorfall oder einem Ereignis im Kellerbereich die Rede. Offiziell ist die Ursache des Brandes jedoch noch ungeklärt. Laut Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer deuten erste Hinweise und Zeugenaussagen auf eine Verpuffung bei der Ausbreitung des Feuers hin. Eine gezielte Explosion oder ein Anschlag wird ausgeschlossen.
Krankenhäuser am Limit: Internationale Hilfe im Einsatz
Das regionale Spital war rasch überlastet, viele Verletzte mussten auf umliegende Kliniken verteilt werden. Staatsratspräsident Mathias Reynard bestätigte den Einsatz mehrerer Rettungshubschrauber sowie internationale Unterstützung.
Auf Bildern und Videos, die durch Schweizer Medien verbreitet wurden, ist ein in Flammen stehendes Gebäude zu sehen. Menschen fliehen panisch aus dem Lokal. Die Einsatzkräfte waren mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Crans-Montana zählt rund 10’000 Einwohner und ist ein beliebter Wintersportort mit etwa 2’600 Hotelbetten sowie zahlreichen Ferienwohnungen. Rund 20 Prozent der Gäste stammen gemäss Tourismusbehörde aus dem Ausland.
Quelle: Tagesschau, SRF, Polizei Kanton Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis
